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Wanderung in das Klausbachtal am Hintersee in der Ramsau

Wanderung

Wanderung

Region
Ramsau
Dauer
10 - 12 Stunden
Distanz
20 km
Aufstieg
1700 m
Abstieg
1700 m
Monate
April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober

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Sommer

Diese Tour empfehlen wir im Sommer

Familientauglich

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Diese Tour ist familientauglich

Kinderwagentauglich

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Für nicht sportliche Menschen geeignet

Sportlichkeit

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Wandern Sie entlang des Klausbach zur Bind-Alm und weiter zum Hirschbichl-Paß. Eine Tour durch ein einzigartiges Tal kann als Aktiverlebnis oder für Wellness genutzt werden. Die Wege sind gut ausgebaut und auch für den Wanderurlaub mit Kinderwagen und Kraxe geeignet. Das Klausbachtal ist ein Teil des Nationalpark Berchtesgaden.

Wandern im Klausbachtal – Familienwanderung

Als Familie mit Kindern kann man zu jeder Jahreszeit im Klausbachtal wandern. Die Wege sind gut ausgebaut, die Straße ist asphaltiert und die Sandwege sind so breit, dass man als Familie auch mit Kleinkindern gut wandern kann. Eine Alternative zum Kinderwagen ist die Kraxe, in der man die kleinen Kinder trägt.

Ganz hervorragend ist auch die Möglichkeit an einigen Stellen mit dem Almwanderbus zum Ausgangspunkt am Parkplatz Hintersee wieder zurück zu fahren, wenn es für die Kinder zu anstrengend wird.

 

Achtung:

Bevor es los geht, machen Sie doch halt am Klausbachhaus, der Informationsstelle des Nationalpark Berchtesgaden. Denken Sie generell auch immer an den Schutz der Natur.

Die Wanderung erfolgt immer parallel zur asphaltierten Straße oder direkt auf der Straße. Im Tal gibt es ein steiles Teilstück, das auch mit dem Almwanderbus überwunden werden kann. Gerade für Kinder gibt es immer wieder die Möglichkeit am Klausbach zu spielen und die Natur im Nationalpark zu entdecken. Aber auch für die Eltern hat die Natur im Klausbachtal sehr viel zu bieten. Einfach inne halten und die Natur entdecken.

Wie ist das Klausbachtal in der Ramsau entstanden?

Wie fast alle Täler der Alpen, so hat auch das Klausbachtal seine heutige Form währen der Eiszeit erhalten. Die Linie entlang des Tales ist ein so genannter geologischer Bruch über den sich ein Gletscher geschoben hat. Dieser schob sich über den Hirschbichl-Pass hinweg über die Bindalm durch das gesamte Tal und formte es. Der letzte Rest des Gletschers verschwand vor ca. 10.000 Jahren. Das zurückbleibende Wasser bildete einen See, der Zug um Zug verlandete. Dieser See ist der heutige Hintersee, der auch weiterhin von Jahr zu Jahr etwas kleiner wird.

Das Tal ist gerade deshalb so interessant, weil es nicht nur von Bergsteigern sondern auch von Familien und einfachen Wanderern erlebt werden kann. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen als erstes die Nationalpark-Informationsstelle am Beginn des Klausbachtales. Hier finden Sie zahlreiche Informationen rund um den Alpen-Nationalpark Berchtesgaden. Parkmöglichkeiten finden sich in unmittelbarer Nähe der Informationsstelle. Seit mittlerweile einigen Jahren können Sie aber auch mit der Kurkarte kostenfrei die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. So fährt auch ein Linienbus vom Bahnhof in Berchtesgaden bis zum Hintersee. Von der Haltestelle sind es nur wenige Minuten bis zur Informationsstelle. Das Gebäude des „Infopoints“ ist ein altes Bauernhaus aus dem Berchtesgadener Tal. Das ehemalige Laroslehen wurde in Unterau, einem Ortsteil von Berchtesgaden abgetragen und hier originalgetreu wieder errichtet. Die Öffnungszeiten des Nationalparkhauses hier in Ramsau sind täglich von 9:00 – 17:00 Uhr. Ausgenommen hiervon sind Sonn- und Feiertage.

Entstehung des Namens Klausbachtal

Die Klause am Hirschbichlpass hat dem Tal den Namen gegeben. Die Saline Fraunreuth in Berchtesgaden hat Unmengen an Holz verschlungen. Der große Holzbedarf wurde mit Hölzern, auch aus den entlegendsten Winkeln, gestillt. Diese Hölzer wurden dann in Rinnen oder mittels aufgestauten Bächen in das Tal geschwemmt. Um dies zu erreichen wurde im 19. Jahrhundert der Klausbach im nördlichen Teil technisch zu einem Kanal verbaut. Mittels diesem Kanal konnte das Holz dann in Richtung Saline geschwemmt werden. Den bis dahin vorherrschenden Pflanzenbewuchs, den Bergauwäldern, wurde durch die Eingriffe des Menschen in die Natur allerdings die Lebensgrundlage entzogen. Das Gebiet trocknete aus und die Wälder verschwanden. Heute findet man in dem Tal vorwiegend schnellwachsendes Nutzholz wie die Fichte, die von den Waldarbeitern damals angepflanzt worden sind. Das Fehlen von Esche, Bergahorn bereitet allerdings immer wieder Probleme bei starken Winden, die die Fichten schnell entwurzeln.

Tierwelt des Klausbachtales

Der Wanderer oder Mountainbiker sollte an einigen Stellen Rast machen um die Landschaft, Flora und Fauna zu bewundern. Denn im Herzen des Nationalparks ist die Vielfalt der Tier- und Vogelwelt ist besonders ausgeprägt.

Sie reicht von der tauchenden Wasseramsel im Klausbach bis hin zum Steinadler, der vor den Wänden der Reiteralm im Aufwind kreist oder dicht vor den Felsen fliegend nach Beute sucht. Das Klausbachtal beherbergt alle sechs vorkommenden Spechtarten des Biosphären Reservat Berchtesgaden: vom laut rufenden Schwarzspecht über Grau-, Grün-, Bunt- und Dreizehenspecht bis zum seltenen Weißrückenspecht. Besonders leicht können Wanderer im Winter das Rotwild beobachten. Eine Wanderung zur Wildfütterung bietet freie Sicht auf Hirsche und Rehe, die sich in wenigen Metern Entfernung aufhalten. Auch Gemsen oder Talflanken können mit dem Fernglas gut beobachtet werden.

Nehmen Sie sich auf jeden Fall viel Zeit für Beobachtungen! Sie werden mit vielen Eindrücken belohnt werden. Solch eine Wandertour kann auch als Wellness oder Wellnessbehandlung für Geist und Seele sehr empfohlen werden.

Die Wildfütterung im Klausbachtal ist eines der Ziele der Gäste im Urlaub in Berchtesgaden. Die Hirsche und Rehe in den Alpen müssen in den Wintermonaten gefüttert werden, da die natürlichen Wege in die Winterweiden abgeschnitten worden sind.

Weiter Richtung Hirschbichlpass

Durch Verwitterung brechen aus den Dolomitwänden der Mühlsturzhörner fortwährend Gesteinsstücke heraus und bauen einen Schuttkegel auf. Bei Schneeschmelze und Starkregen werden größere Schuttmassen vom Wasser mitgerissen. Muren verschütten zum Teil die Straße und dringen auch deutlich sichtbar in die angrenzenden Waldbereiche ein. Die Ränder des Mühlsturzgrabens sind von Latschen bewachsen. Mit ihren biegsamen, mehr oder weniger dem Boden anliegenden Ästen können sie Schuttbewogungen sowie den Abgang von Schneelawinen überstehen.

Die Bind-Alm

Hier finden Sie ein klassisches Ensemble von Almkasern, so wie diese früher überall auf den Almen zu finden waren. Die Betreiber bzw. die Bewohner der Kaser sind die Sennerinnen und Senner, die zu einem bäuerlichen Anwesem im Tal gehören. Auch findet man hier einen so genannten Rundumkaser. Hier wohnt die Sennerin im Zentrum des Gebäudes und rundherum ist der Stall mit den Tieren. So wurde der Wohnbereich für den Senn durch die Tiere warm gehalten. Dieser Kaser trägt den Namen Schiedkaser und stammt ursprüglich aus dem 18. Jahrhundert. Gebaut wurde er auf der Feld-Alm im Steinernen Meer. Dort wurde er abgebaut und originalgetreu hier im Klausbachtal wieder errichtet.

Der Hirschbichl-Pass – Die Grenze zwischen Bayern und Österreich

Bereits zur Zeit der Salzsäumer wurde der 1153 Meter hoch gelegene Pass genutzt. Damals wurde das gewonnene Salz der Berchtesgadener Saline über diesen Handelsweg ins salzburgische Pinzgau und in weit entfernte Länder transportiert. Heute führt eine asphaltierte Straße den Pass hinauf. Diese darf aber nur von den Almbauern und dem Wanderbus genutzt werden. Die Straße eignet sich natürlich auch ideal zum Wandern und Mountainbiken.

Auf der Passhöhe wird das Wasser des Klausbaches durch ein ein Wehr, eine sogenannte Klause, aufgestaut. Klausen errichtete man früher, um auch Bäche mit relativ geringer Wasserführung für den Holztransport, die sog. Holztrift, nutzen zu können. Kurz zugeschnittene Stämme wurden unterhalb des Stauwehres in das Bachbett geworfen. Mit dem Öffnen der Schleuse entstand ein Wasserschwall, der das Holz zu Tal beförderte. So wurden im gesamten Berchtesgadener Talkessel die Bäume Richtung Triftplatz zur Saline am heutigen Bahnhof befördert

 

Auf der Passhöhe wird das Wasser des Klausbaches durch ein ein Wehr, eine sog. Klause, aufgestaut. Klausen errichtete man früher, um auch Bäche mit relativ geringer Wasserführung für den Holztransport, die sog. Holztrift, nutzen zu können. Kurz zugeschnittene Stämme wurden unterhalb des Stauwehres in das Bachbett geworfen. Mit dem Öffnen der Schleuse entstand ein Wasserschwall, der das Holz zu Tal beförderte. So wurden im gesamten Berchtesgadener Talkessel die Bäume Richtung Trifftplatz zur Saline am heutigen Bahnhof befördert.

Empfehlung für Insider:

Vom Königssee, bzw. St. Bartholomä aus führt ein schöner Weg in das Wimbachtal. Auch rund um den Hintersee kann gewandert werden.

Impressionen zu dieser Tour