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05.09.2016

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In Berchtesgaden gab es lange keine Brauerei bis 1645 Fürstpropst Ferdinand eine eigene Brauerei an der Pfisterleiten errichten lies. Es gab allerdings später auch das Oberbräu an der Stelle des heutigen Hotel Watzmanns, sowie das Weißbräu in der Griesstätter Straße. Alle Mitbewerber wurden von der Kriß-Dynastie aufgekauft und die Herstellung in den selbigen eingestellt. Heute ist das Berchtesgadener Bier in den Sorten Hell, Pils und diversen Festbieren untergliedert.



Die Geschichte der Brauerei im Schnelldurchlauf

Da Berchtesgaden früher selbst keine Brauerei besaß, wurde das Bier von der alten Brauerei Kaltenhausen in Hallein bei Salzburg importiert. Auch der Bierkonsum der Berchtesgadener war nicht all zu groß, da die Einheimischen eine größere Vorliebe für Wein und Schnaps hatten. Manch unliebsames Vorkommen bewog den Fürstpropst Ferdinand, Herzog von Bayern und Kurfürst zu Köln im Jahr 1645 das Hofbrauhaus Berchtesgaden zu gründen. Er lies sodann am Fuße seiner Residenz die Brauerei in Berchtesgaden errichten. Im Jahr 1834 vernichtete ein Feuer die Bierführerwohnung und den Heustadel. 1885 wurde eine Malztenne errichtet. Der Eis- und Lagerkeller wurde 1887 errichtet. Die Turbinenanlage zur Stromerzeugung wurde im Jahr 1896 gebaut. Auch in diesem Jahr wurde der Transmissionskanal und das Maschinenhaus der Brauerei errichtet. Schon im Jahr 1902 wurde das Turbinenhaus bereits wieder umgebaut und erneuert. Der Flaschenbierkeller wurde in den Jahren 1906 bis 1907 neu erbaut. Nach dem Weltkrieg wurde eine neue Turbinenanlage angeschafft. Die Übernahme von Kommerzienrat Rudolf Kriß leutete die Blütezeit der Berchtesgadener Brauerei ein. Unter seiner Führung wurde die Brauerei von Grund auf neu Errichtet und zu einem Musterbetrieb ausgebaut. Das Besitztum der Familie Kriß wurde deutlich erweitert und erreichte mehr als stattliche Ausmaße. Neben der Brauerei, gab es eine eigene Gärtnerei in der heutigen Koch-Sternfeld-Straße und fast alle Gasthäuser im Berchtesgadener Land waren im Privateigentum der Familie Kriß. Der Kommerzienrat ist als Major in den ersten Weltkrieg eingetreten und 1917 gefallen. Nach seinem Tod führte die Wittwe die Geschäfte weiter und Univ.-Professor Dr. Rudolf Kriß führte mit einem Geschäftsführer die Brauerei bis zum Verkauf im Jahr 1970. Die Blütezeit war allerdings lange vorbei und Jahre der Seitwärtsbewegung begannen. Heute ist die Brauerei, die das Berchtesgadener Bier herstellt im Besitz der Sedlmayr Grund und Immobilien KGaA und wird als GmbH geführt.




Die Eigentümer

Der erste Eigentümer war der Fürstprobst als Begründer und Erbauer. Im Oktober 1808, Berchtesgaden gehörte zu dieser Zeit zur Österreichischen Krone, wurde das ehemals fürstliche Hofbrauhaus Berchtesgaden in Salzburg an den Hopfenhändler Anton Wurm in Passau versteigert. Verbrieft wurde die Versteigerung im Januar 1809. Der neue Besitzer erwarb neben dem Gasthof Neuhaus auch das Kanzlerhaus im Nonntal. Nach seinem Tod führte die Witwe Anna wurm die Brauerei (den Unterbräu) weiter. In den Jahren von 1833 bis 1840 wurde das Berchtesgadener Bräuhaus von Johann Baptist Haller und Severin Wannerstorfer weiter geführt. Im Jahr 1840 war die Brauerei im Vollbesitz von Wannerstorfer. Nach seinem Tod im Jahr 1855 führte die Tochter Anna Leibenfrost die Geschäfte bis 1876 weiter. Seit diesem Jahr führten der Ehemann von Anna, Michael Kirchmayr und die Stieftochter Marianne Kriß (geb. Leibenfrost) die Geschäfte. Nun wurde das erste Mal der Name Kriß in Verbindung mit der Brauerei erwähnt. Diese Geschäftskonstellation blieb bis 1890 aufrecht erhalten. In diesem Jahr ist Kirchmayr verstorben und die Brauerei war nun im Alleinbesitz von Marianne Kriß, während Ihr Mann Rudolf Kriß im Staatsdienst verblieben ist. Im Jahr 1901 wurde das Hofbrauhaus Berchtesgaden an den Sohn Rudolf Kriß übergeben. Dieser ist im Jahr 1917 im Krieg gefallen. Ab diesem Zeitpunkt leitete die Witwe, Frau Kommerzienrat Maria Kriß die Geschicke des Unternehmens mit harter Hand. Nach deren Ableben trat schließlich der Univ.-Professor Dr. Rudolf Kriß als Chef in die Firma ein. Er führte aber nicht alleine die Firma. Er stellte zusätzlich Theodor Kallhardt als Brauereidirektor ein. Dieser führte bis zum Verkauf im Jahr 1970 die Geschäfte der Firma. Im Jahr 1970 wurde die Firma an die Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis in Regensburg verkauft. Der weitere Verkauf wurde 1989 vollzogen, als der Brauereibetrieb an die Gabriel-Sedlmayr Spaten-Franziskaner-Bräu verkauft worden ist. Die zahlreichen Gaststätten waren zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr im Eigentum der Brauerei. Das Jahr 1997 veränderte wiederum die Eigentumsverhältnisse. Die benachbarten Brauereien Spaten-Franziskaner-Bräu und Löwenbräu fusionierten und fanden sich wenig später, im Jahr 2004 in der InBev Deutschland Group wieder. Die lokale Brauerei war also kleiner Bestandteil eines Großkonzerns geworden. Im Jahr 2008 wurde dieser kleine Bestandteil am 31. Oktober wieder privatisiert. Seither hat die Sedlmayr Grund und Immobilien KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) mit Sitz in München das Ruder in der Hand. Als Geschäftsführer wurden der Jurist Dr. Jobst Kayser-Eichberg und der bisherige Betriebsleiter Josef Stangassinger eingesetzt. Beide Geschäftsführer wurden laut Pressemitteilung des Unternehmens wesentlich am Unternehmen beteiligt.




Weitere Brauereien in Berchtesgaden


Pirngruber, Etzer Kracherl

Am Anfang des 19. Jahrhunderts begann der Apotheker Pirngruber mit der Produktion von Limonaden, die im Volksmund Kracherl genannt worden sind. Auch Mineralwasser wurden von ihm hergestellt. In der Nähe der Gollenbachbrücke wurde von Etzer ebenfalls eine Limonadenfabrik eröffnet. Kurze Zeit später erzeugten die meisten Gastwirte diese Getränke allerdings selbst. Bis Anfang des 20ten Jahrhunderts wurden solche Kracherl noch in der Weißbierbrauerei Hager in der Griesstätterstraße erstellt. Die Weißbierbrauerei wurde später von der Kriß-Dynastie übernommen.


Das Oberbräu

Zum Unterschied zum unterhalb des Marktes gelegenen Unterbräus (heutiges Hofbrauhaus) war das Oberbräu (auch Watzmannbrauerei genannt) erst 1828 gebaut worden. Der in der Nähe des Luitpoldhaines, später zum Brüggenlehen gehörige, ruinenhafte Bau war Bierkeller der Brauerei und wurde um 1900 aufgelassen. Im Jahr 1908 wurde das Oberbräu vom Hofbrauhaus aufgekauft und der Sudbetrieb eingestellt.

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