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05.09.2016

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Der Schäfflertanz – Brauchtum und Tradition in Bayern bzw. Berchtesgaden

Der alle 7 Jahre in Berchtesgaden dargebotene Schäfflertanz hat seinen Ursprung in München. Im 16. Jahrhundert wurde Europa von der Pest heimgesucht. So erreichte die Seuche im Jahr 1517 auch München. Beim Abklingen der Seuche waren die ersten auf der Straße die Schäffler, die als farbenfrohe Truppe durch die Straßen zog. Der heutige Schäfflertanz wird vom TSV-Berchtesgaden organisiert und durchgeführt.

Die Schäffler waren Fassmacher. Damals eine sehr wichtige Berufsgruppe, die sämtliche Fässer, Wannen und viele weitere Gefäße hergestellt und natürlich auch repariert hat. Heute gibt es diesen Beruf eigentlich nicht mehr. Man geht davon aus, dass dieses Handwerk in etwa dem siebten oder achten Jahrhundert entstanden ist. Der Name Schäffler wird von Schaff hergeleitet. So hieß damals in der Alpenregion Südbayern und Österreich ein offenes Gefäß, dass man heute als Wanne bezeichnen würde. Aufgrund der unterschiedlichen Namensgebungen in den damaligen deutschen Ländern hießen diese Handwerker in Nord- und Ostdeutschland Böttcher. Das kommt von Bottich. In Niederbayern wurden Sie Binder genannt und Westdeutschland Küfer.

Als die Pest in München tobte und sehr viele Opfer forderte, trauten sich die Bewohner der Stadt München nicht mehr vor die Türe. Es herrschte große Angst vor der Pest und keiner wollte sich mit dieser Seuche anstecken. Jeder scheute den Kontakt. Der Legende nach war nur noch der Pichplatz der Schäffler in der Fassbinderei einer Brauerei noch mit Leben erfüllt. Als dann die Pest endlich besiegt gewesen ist waren es die Schäffler, die auf die Straße gingen und Ihren Zunfttanz aufführten. Von nun an freuten sich die Menschen wenn die Schäffler gekommen sind und trauten sich auch wieder auf die Straßen. Bei den Tänzen wurde dabei ein Lied gesungen, dass auch heute noch gesungen wird.

 

 

Hier der Liedtext des Schäfflertanzes


Aba heit' is' koit!
Aba heit' is' koit!
Aba heit' is' sapp' risch koit!
Aba heit' is' koit!
Aba heit' is' koit!
Aba heit' is' wirklich sapp' risch koit!

Aba des is' guat!
Aba des is' guat!
Aba des is' ramontisch guat!
Aba des is' guat!
Aba des is' guat,
wann ma' Kranz'l-Tanz'n tuat!

Ja, es gibt nix schön'res auf der Welt,
wenn dir rund-um-a-dum nix fehlt!
Ja, es gibt nix schön'res auf der Welt,
wenn dir rundum nix fehlt!

Liabe Leut', der Mensch hat keinen Grund
zu jammern, is' er rundum g'sund!
Liabe Leut, seids g'scheit, ob groß oder klein,
all's and're renkt sich ein!

 

Als Anerkennung für diese Taten wurden die Schäffler vom Landesherren Herzog Wilhelm IV vorgeladen und erhielten das Recht die bayerische Krone auf Ihrer Schürze zu tragen. Neben dem Recht wurden den Fassmachern auch eine Pflicht auferlegt. Die Schäffler sollten von nun an alle 7 Jahre den Tanz aufführen. Nebenher sei noch gesagt, dass dieser Herzog Wilhelm kein geringerer als derjenige ist, dem wir heute noch das Reinheitsgebot unseres bayerischen Bieres verdanken.

 

Die Zunfttracht

Bekleidet sind die Schäffler mit der traditionellen Zunfttracht. Diese besteht aus einer hellroten Jacke, einer schwarzen Kniebundhose, weißen Strümpfen und schwarzen Lederschuhen, die in Berchtesgaden Allgäuer genannt werden. Darüber wird der traditionelle Lederschurz getragen. Über die Hände werden weiße Handschuhe gezogen und der Kopf wird mit einem grünem Hut bedeckt. Die Kasperl, die die Leute aufmuntern sollen, tragen ein blaurotes Gewand. In der Hand halten Sie so genannte Saubladern, die schon mal der eine oder andere Zuschauer auf den Kopf bekommen kann, wenn er recht „zwieder dreischaugt“. Der Hals wird mit einer großen Halskrause abgedeckt.

 

Der Schäfflertanz in Berchtesgaden

In Berchtesgaden wird der Tanz erst seit dem Jahr 1928 aufgeführt. Die Gründe hierfür waren aber eher wirtschaftlich als traditionell anzusehen. Mit den Tänzen sollte die im Jahr 1935 erbaute Turnhalle finanziert werden. Ganz nebenher wurde auch ein neues Highlight in der Faschingszeit geschaffen. Die erste Tanzgruppe ging fast völlig aus der Fassbinderei des Hofbräuhauses Berchtesgaden hervor. Die Nachkommen der letzten Berchtesgadener „Schaffler“ Moser und Klapfenberger sind heute ebenfalls bei der Tanzgruppe aktiv.

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