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05.09.2016

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Gleckisinga (Klöpfelbrauch) in Berchtesgaden, ein Heischebrauch

 

Die ältesten Belege für diese Bräuche gehen bis 1450 zurück.


„Der Advent pringet dir hohen mutt
das ein ander zeitt nit tutt
wann die Clöpfflinsnächt für ware
pringet dir glück und hayl zu diesem Jahre
darumb magst du wol sein frisch und gail (=fröhlich)
Dann die wirt vil freud zutayl
Davon solltu frölich begon
Die drei rachnacht gar schon
Die da sind zu weyhenächt
Doch still on laut geprächt“

Gegenüber dem Klöpfelbrauch im Bayerischen, Salzburger und Tiroler Raum gehen in Berchtesgaden die „Gleckisinger“ nur an den ersten zwei Donnerstagabenden im Advent, denn am Dritten geht in Bercht´sgodn d´Hex um (die Bercht) und da darf man sich nach alter Überlieferung nicht mehr zur Dämmerungsstunde vor´s Haus wagen.
Die Gleckisinger sind in Berchtesgadener Tracht und/oder als Hirten, mit langem Bart, einem Fellüberwurf oder der Kotzn bekleidet, sie tragen eine Laterne und einen langen Stecken (Stachesteckn) mit sich, singen Gleckisingerlieder (Weihnachtslieder) und wünschen Glück. Nach ihrer Darbietung halten sie ein Sackerl auf in das die Besuchten Äpfel, Nüsse, Kletzenbrot, Guatln und etwas Geld hinein werfen.

Es wead scho glei dumpa,
Es wead scho glei Nocht.
Drum kimm i zu dir her,
Mein Heiland, auf d'Wocht.
Wui singa a Liadl
Dem Liabling, dem kloan,
Du magst ja net schlafn,
I hea di no woan.

Ei, ei, ei, ei!
Schlaf siaß, heazliabs Kind!
 
 Vergiss jetzt, o Kindlein,
Dein Kummer, dei Load,
Dass du da muaßt leiden
Im Stall auf der Hoad.
Es zier'n ja de Engerl
Dein Krippelein aus,
Möcht' schöner nicht sein
In dem vornehmsten Haus.
 
Ei, ei, ei, ei!
Schlaf siaß, herzliabs Kind!

 O Kindlein, du liegst dort
Im Kripplein so schee;
Mir scheint, i konn niemals
Von dir dort weggeh.
Ich wünsch dir von Herzen
Die siaßeste Ruah;
Die Engel vom Himme,
Die decken dich zuah.
 
Ei, ei, ei, ei!
Schlaf siaß, herzliabs Kind!

 Schliaß zua deine Äugein
In Ruh und in Fried
Und gib mir zum Abschied
Dein Segen nur mit.
Dann wead a mein Schlafn
Ganz sorgenlos sein,
Dann konn i mi ruhig
Aufs Niederlegn gfrein.
 
Ei, ei, ei, ei!
Schlaf siaß, herzliabs Kind!



In Berchtesgaden gehen im Gegensatz zu früher, fast nur noch Kinder diesem Brauch nach.  Vereinzelt finden sich wieder Erwachsene auf den Straßen die zum Gleckisinger gehen und für einen guten Zweck sammeln. Früher war es der ärmeren Bevölkerungsschicht vorbehalten anklopfen zu gehen um Glück und Segenswünsche zu überbringen um sich für die Weihnachtszeit etwas dazuzuverdienen. Allerdings wurde dieser Brauch anscheinend im Markt etwas fehl gedeutet, denn bis ins Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es in Berchtesgaden einen Verein „gegen das Heischen“. Einwohner des Marktes fühlten sich anscheinend „gestört an der Bettlerei“ das sie bereits um 1850 einen Verein dagegen gründeten. Nichts desto Trotz hielt sich dieser wunderschöne Brauch in den ländlichen Gemeinden um den Markt bis heute. Doch nun muss er sich gegen das neueingeschlichene – Halloween - am 31.10. behaupten bei dem die Kid´s nichts mehr lernen brauchen sondern nur noch „süßes oder saures“ sagen müssen.

 MH

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