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05.09.2016

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Der Bahnhof Berchtesgaden im Jahr 1932

Die Eisenbahn, Berchtesgaden und die Entwicklungen am Bahnhof

Eine Anbindung an das deutsche Eisenbahnnetz gibt es für Berchtesgaden seit dem 25. Oktober 1888. Damals wurde die Strecke von Berchtesgaden über Bad Reichenhall bis nach Freilassing eröffnet. Auch gab es eine direkte Anbindung von Berchtesgaden nach Salzburg, die aber im Jahr 1938 stillgelegt worden ist. Heute gibt es wieder Bestrebungen, solch eine direkte Schienenanbindung von Berchtesgaden an Salzburg wieder herzustellen. Für die Gastgeber im Berchtesgadener Land wäre das mit Sicherheit kein Nachteil. Reisen und Bahntickets gibt es im Übrigen noch heute im privat geführten Schalter im Bahnhof.

Wie immer waren und sind es die Reisenden, die in Bayern viel bewegen. So zeigte sich schnell, dass die Anbindung an das deutsche Bahnnetz vielen erst eine Reise bis hier hin, in den absoluten Süden von Bayern ermöglicht hat. So wurden bereits Mitte der 1920er Jahre Pläne für eine Erweiterung der bestehenden Bahnhofsanlagen geschmiedet, da die steigende Zahl von Sonderzügen aus den Nord- und Mitteldeutschen Städten, die Gäste hier ins Berchtesgadener Land transportiert haben, auch einen größeren Bahnhof erforderlich machten. Eine zusätzliche Verkehrsauslastung waren die „KDF – Kraft durch Freude“ Reisen des nationalsozialistischen Regimes. Auch die Tatsache, dass viele den Regierungssitz von Adolf Hitler in den Alpen besuchen wollten, machte weitere Kapazitäten erforderlich. Hierbei spielte mit Sicherheit auch eine Rolle, dass viele hochrangige Staatsgäste und Politiker wie Herrmann Göring mit Sonderzügen nach Berchtesgaden gebracht worden sind. Grundlage für die Erweiterung des Berchtesgadener Bahnhofs war der Kauf des Geländes der Saline Freuenreuth durch die Reichsbahn am 17. Januar 1927. Der Betrieb der Saline wurde dann im Frühjahr 1928 eingestellt. Die Saline wurde im Jahr 1931 abgerissen und ein Platz für eine Güterhalle und eine zusätzliche Gleisanlage von 250 Metern länge wurde geschaffen. Es wurden die noch heute in Verwendung befindlichen 3 Bahnsteige und die dazugehörigen Unterführungen gebaut. Am Platz des heutigen Bahnhofs befand sich zu dieser Zeit das „Hotel Bahnhof“ Dieses Hotel wurde im Jahr 1890 erbaut und im Jahr 1937 als Vorbereitung zur völligen Neugestaltung des Areals abgerissen. Dieses Gebäude durfte also lediglich 47 Jahre diesen zentralen Platz zieren.

 

Die Neugestaltung des Bahnhofs

Die Bauarbeiten am neuen Bahnhofsgebäude begannen im Jahr 1938. Die Inbetriebnahme erfolgte dann am 1. Februar 1940. Zu dieser Zeit tobte der 2. Weltkrieg bereits seit 5 Monaten. Das Ergebnis der Neugestaltung war der Bahnhof, wie wir diesen auch heute im Jahr 2011 noch vorfinden. Nach dem Anschluss Österreichs an das „deutsche Reich“ gab es weitreichende Pläne für den Bahnausbau in Berchtesgaden. Der erst im Jahr 1931 gebaute Güterbahnhof sollte auf das Anzenbachfeld gegenüber des Salzbergwerkes verlegt werden. Heute steht dort im Übrigen das Berchtesgadener Gymnasium. Die Bahnstrecke Berchtesgaden – München über Marktschellenberg / Salzburg sollte zweispurig ausgebaut werden und die Strecke über den Hallthurmpass sollte wegfallen. Man errechnete eine Fahrzeitverkürzung von ½ Stunde. Für dieses Projekt war die damals äußerst stattliche Summe von 31 Millionen Reichsmak vorgesehen worden. Das einzige, dass von diesem Vorhaben umgesetzt worden ist war der Tunnel, der sich noch heute gleich hinter dem Bahnhof von Berchtesgaden befindet. Dieser wurde im Jahr 1939 gebaut. Diesem zum Opfer vielen das Hotel Krone und der Eisplatz.

 

Die Bahnverbindung Berchtesgaden – Salzburg

Der Betrieb der Lokalbahn Berchtesgaden – Salzburg wurde am 2. Oktober 1938 eingestellt. Es rechnete niemand damit, dass dies ein Abschied für immer sein sollte. Auf Grund der Pläne eines zweigleisigen Ausbaus ging die Bevölkerung von einer kurzfristigen Unterbrechung der Bahnverbindung aus. Der kriegsbedingte Fahrzeug- und Treibstoffmangel und die aus heutiger Sicht zu voreilig eingestellte Linie wirkte sich für die Bevölkerung des Berchtesgadener Tales sehr negativ aus. Insgesamt wurde die Bahnlinie nur 31 Jahre betrieben. Nach der Betriebsstilllegung wurde noch der Tunnel an der Haltestelle Hangendenstein im Jahr 1939 abgebrochen um den damals noch geplanten zweigleisigen Ausbau den Weg zu ebnen. Den Strom bezog die Bahnlinie vom ebenfalls heute noch existierenden Wasserkraftwerk Gartenau. Dieses Kraftwerk wurde von der Bahn im Jahr 1967 an die Bayerischen Elektrizitätswerke verkauft.

An den zweigleisigen Ausbaupläne erinnern heute nur noch zwei Gleisenden an der Rückseite des Bahnhofs.
Der Anfang und das Ende des zweigleisigen Ausbaus.

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