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05.09.2016

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Buttnmandl - Die Berchtesgadener Buttnmandl

Die Berchtesgadener Buttnmandl,  (Bayrisches Wörterbuch von Johann Andreas Schmeller- ''Buttl´n''; rütteln, schütteln, hin und her werfen), Dokumentiert im Buch von Martin Hallinger „Der Nikolaus und seine Buttnmandl“ von 1601 bis 2004 ist ein Adventsbrauch im Berchtesgadener Talkessel.

Buttnmandl wurde ursprünglich in den drei heiligen Rauhnächten (24.12., 31.12. und am 05.01.) gelaufen. Durch die Christianisierung dieser Bräuche und der Zusammenfügung mit dem Einkehrbrauch des Hl. Nikolaus wurde er seit ca. 1730 schrittweise in die Adventszeit verlegt. Bis in die 1950er Jahre war es nahezu im ganzen inneren Berchtesgadener Landkreis (Berchtesgaden, Marktschellenberg, Ramsau, Schönau am Königssee und Bischofswiesen) üblich, am Heilig Abend ebenfalls den Einkehrbrauch zu gestalten.
Der Lauf wird vom ''Nikolaus'' (Nikolaus von Myra) und seinem ''Nikoloweibi'' (in Loipl/ Bischofswiesen und in Schönau am Königssee) oder einem ''Engerl'' (in Winkl/Bischofswiesen) angeführt, und von den ''Buttnmandl'' und den ''Ganggerl'' Lautstark durch Glockenrütteln und schütteln begleitet. Buttnmandl sind in langes, gedroschenes Stroh gebundene Männer, tragen schwere Kuhglocken, und haben sog. Larven – Mundart „Loav´n“- (Fell- und Holzmasken) mit Hörnern, langen Zähnen und heraushängenden Zungen. Die Ganggerl sind Teufelsgestalten, in Fell gewandet und tragen ebenfalls eine Larve, sie haben eine Rute, und halten die Buttnmandl zusammen. Die Rute wird unter anderem benutzt um jene fern zu halten, die ihnen zu nahe kommen, da dieser Brauch im Familiären Kreise stattfindet und keine Zuseher während der Hausbesuche geduldet werden. Vor dem Lauf beten alle Bass´n einen Vater unser, ein Gegrüßet seiest Du Maria und vereinzelt für die Verstorbenen ein Engel des Herrn anschließend werden die Buttnmandl und Ganggerl von der Bäuerin mit Weihwasser gesegnet. Auch hier werden keine Zuseher geduldet und ein Respektsabstand von 300 Metern erwartet.
Beim Buttenmandllauf handelt es sich um einen sog. Einkehrbrauch. Die verkleideten Männer und Burschen gehen, angeführt vom Hl. Nikolaus, von Haus zu Haus und Besuchen dort die versammelten Familien. Mit lautem Geläut und wilden Geschrei, angeführt vom Nikolaus nähern sich die Buttnmandl den Lehen und Anwesen. Begrüßt durch ein "gelobt sei Jesus Christus" und vom Hausherrn mit Weihwasser besprengt betritt der Darsteller des Heiligen Nikolaus mit seinen Buttnmandl die Wohnstube. Nach dreimaligem aufschlagen mit dem Krummstab gebietet er Einhalt und ermahnt die Buttnmandl Ruhe zu geben. Der Nikolaus Begrüßt ebenfalls die Familien mit einem "gelobt sei Jesus Christus" und beginnt von seinem Weg ins Tal zu erzählen, des Weiteren liest er aus seinem goldenen Buch und fährt mit Lob und Tadel fort. Die Kinder Singen Lieder und tragen Gebete und Gedichte vor. Zur Belohnung bekommen die Kinder Geschenke (Äpfel, Nüsse, Lebzeltln und Kletzenbrot)und die "unartigen" älteren Jugendlichen (beliebt sind natürlich die jungen Diandln) werden aus der Stube gezerrt, in den Schnee geworfen und eingerieben. Nachdem der Nikolaus die Stube verlassen hat, war es nicht selten das teilweise das ganze Mobiliar mit hinaus befördert wurde und hi und da auch ein Türstock daran glauben musste. Nach einer Weile endet die Einkehr und die Bass zieht weiter zum nächsten Lehen oder Wohnhaus.

MH

 

Bilder der Buttnmandl

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