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05.09.2016

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seit 05.04.2010
Anton Adner-Ein Wanderer, der die Berchtesgadener War vertrieb.
Da die Berchtesgadener War zollfrei aus dem Berchtesgadener Talkessel getragen werden durfte, gab es viele Hersteller die die Berchtesgadener War auf dem Rücken aus dem Talkessel trugen.
 
Die Berchtesgadener War ist Holzhandwerk aus Bayern. Die Berchtesgadener War wurde von den Bürgern in Berchtesgaden gefertigt und so konnten die Berchtesgadener Bürger ihren Lebensstandard verbessern

Das Berchtesgadener Holzhandwerk
– „d´Berchtsgodner War“

 

Das Holzhandwerk war neben der Salzproduktion der zweit bedeutendste Wirtschaftszweig der Fürstpropstei. Da die Landwirtschaft mit seinen kleinen Flächen für das Leben der Familien nicht reichte mussten nahezu alle Berchtesgadener ihren Lebensunterhalt mit der Holzverarbeitung dazuverdienen.

Bereits 1652, nach dem Ende des 30 jährigen Krieges, zeigte eine Volkszählung wie umfangreich die Holzverarbeitung war. Unter den 5067 gezählten Bewohnern des Landes waren 22 Böttcher, 6 Fassbinder, 6 Räder-, 1 Rechen-, 1 Brettspiel-, 4 Geigen-, 6 Büchsen-, 2 Pippen-, 4 Fläschl-, 3 Trichl-, 16 Löffel-, 18 Schaffl-, 27 Pfeifenmacher, 34 Spielzeugschnitzer, 111Schachtlmacher, 5 Schachtlmalerinnen, 2 Schachtlmaler und 122 Drechsler. Dazu müssen noch die mitarbeitenden Familienmitglieder gerechnet werden welche in keinem anderen Gewerbe arbeiten durften. Außerdem war es den beim Bergwerk Beschäftigten erlaubt, als Nebenverdienst Holz zu verarbeiten. Nachdem in der Mitte des 17. Jahrhunderts bereits eine Überbesetzung des Handwerkes eintrat,  verschärfte ein Mandat der Regierung das Zuzugs- und Meisterrecht. In die Zunft wurden nur noch Mitglieder aufgenommen wer Grundbesitz nachweisen konnte oder eine Meisterwitwe heiratete. Wer unzünftig arbeitete, musste mit einer Geldstrafe rechnen, ebenso wurde ihm sein Handwerkszeug zerstört um ihn am weiterarbeiten zu hindern. Noch drastischer für die Berchtesgadener wurde es, als die Regierung 1669 den Meistertöchtern ein Berufsverbot aussprach. Armut und Hunger, Neid und Gier waren ständige Begleiter der Berchtesgadener. Zum Wohlergehen manches Verlegers, welcher mit frühkapitalistischen Methoden arbeitete.
Um diesen aber entgegen zu wirken, errichtete Fürstprobst Maximilian Heinrich (1650 – 1688) im Jahre 1677 die „Niederlage für Holzwahren“. Diese „Companie“ hat sich aber nicht bewährt, denn es fehlte unter anderen am nötigen Grundkapital. Nun Vergab die Propstei das Recht des Holzwarenhandels gegen entsprechende Gebühr auf Lebzeit, welches oftmals in der Familie blieb. Auch in Salzburg, Hallein und Reichenhall saßen Verleger, die die Berchtesgadener War vertrieben und belieferten Kunden in ganz Europa. Welche keine eigenen Niederlassungen in den bedeutenden See- und Handelsstädten hatten übergaben an die großen Handelshäuser, in Passau, Linz, Wien, Antwerpen, Genua und Venedig, den Versand. Angepriesen wurde die Berchtesgadener War an den großen Messen in Frankfurt am Main, Leipzig, Nürnberg, Wien, Krems, Graz, Linz und Bozen.
Neben dem großen Fernhandel der Verleger existierte aber noch ein anderer, der der Hausierer. Diejenigen die mit der Kraxe ihre Wahre auf dem Rücken trugen und keinen Zoll, wie die großen Verleger, an den Grenzen zu zahlen hatten. Bereits um 1500 besagte schon ein Gesetz das alles „waz aber auff Rossen“ befördert und transportiert wird mit Zoll belegt werden solle , aber was „ainer auff sein Rugken underainsten tragt, soll Zoll frey sein“. Die Hausierer waren den Verlegern ein Dorn im Auge und unterlagen einer strengen Kontrolle seitens der Regierung. Der bekannteste Hausierer aus Berchtesgaden war Anton Adner. Nachdem 1732 die letzten Protestanten das Fürstpröpstliche Land verließen, und sehr viele Holzhandwerker darunter waren, war es nahezu der Untergang des Holzwahrenhandels und der Berchtesgadener Heimindustrie. Als die Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann und durch die maschinelle Herstellung, die Produktionen billiger und umfangreicher (Blechspielzeug) wurden, war es das Aus für die Berchtesgadener War.
Der Fremdenverkehr und Tourismus begann.


MH

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