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05.09.2016

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Unser Tipp für den Obersalzberg:

Das Cafe Bistro Holzkäfer

Pension Moritz am Obersalzberg in Berchtesgaden
 
Der Obersalzberg in Berchtesgaden
Blick auf den Obersalzberg.

Der Obersalzberg

Heute steht der Obersalzberg in unterschiedlichen Lichtern. Amerikaner sehen im Obersalzberg meist das Eagle's Nest, Adlerhorst der Nazionalsozialisten mit dem Berghof, Bunkeranlagen und das Kehlsteinhaus. Alte Berchtesgadener, die den Obersalzberg noch vor der Naziinvasion kennen, kannten noch die ursprüngliche Besiedelung und den Rang, den der Obersalzberg vor dem II. Weltkrieg bei den Sommerfrischlern – Urlaubern – hatte. Zu dieser Zeit suchten viele hoch angesehene eine Unterkunft für Ihren Urlaub auf dem Obersalzberg.

Hier soll der Wandel des Obersalzbergs von 1937 bis heute anhand von Beispielen erläutert werden.



Bis 1937 war der Obersalzberg der touristische Magnet für viele hochrangige Urlauber wie. z.B. Prof. Linde, der sogar in das touristische Geschehen mit dem Bau vom Hotel Antenberg 1904/1905 eingriff und förderte. Aus dem Steinhauslehen wurde die Pension Moritz, nach dem Umbau zum Platterhof, der Renovierung durch die Amerikaner und Umbenennung zum Hotel General Walker machten hier Amerikanische Soldaten bis in die 90er Jahre Urlaub auf dem Obersalzberg. Aber dazu später mehr.
Carl v. Linde wurde nach einigen Jahren der praktischen Arbeit an die technischen Hochschule in München berufen. Linde hatte großes Interesse an der Kältetechnik und baute 1876 eine Eismaschine. Diese wurde in den folgenden Jahren von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Im Jahre 1884 kam Carl v. Linde nach Berchtesgaden und kaufte am Obersalzberg das Baumgartlehen. Er baute die Villa Oberbaumgart und 1904/1905 die Pension Antenberg, die er zu einem späteren Zeitpunkt an das Marinegenesungsheim abtrat. Weiters kaufte Carl. V. Linde auch das Hochlenzerlehen und baute auf seine Kosten einen Verbindungsweg zwischen Antenberg und Hochlenzer. Heute noch ist der Lindeweg auf dem Obersalzberg vorhanden. Carl v. Linde war ein großer Förderer der Gemeinde Salzberg und auch wissenschaftlich am Obersalzberg tätig!
Carl v. Linde hatte sich im  Erd- und Kellergeschoss der Villa Linde ein Labor eingerichtet und führte dort verschiedenste Experimente durch, von denen noch heute jeder Besitzer eines Kühlschranks profitiert. Er lies oberhalb der Straße vom heutigen Parkplatz der Abfahrtstelle zum Kehlsteinhaus (ehem. Pension Moritz – Platterhof – Hotel General Walker) einen heute noch existierenden Teich anlegen. Mit dem aufgestauten Wasser betrieb er ein Wasserkraftwerk um ausreichend Strom für seine Experimente zu erzeugen.


Obersalzberg von 1937 – 1945

Die großen Veränderungen der dreißiger Jahre begannen, als der damalige Reichskanzler Adolf Hitler 1933 das Haus Wachenfeld als Sommersitz zuerst Pachtete und anschließend kaufte. Die organisch gewachsene Besiedelung des Obersalzbergs wurde hauptsächlich durch das Betreiben des Reichsleiters Martin Bormann zerstört. Bormann hatte keinerlei Skrupel und die Methoden, die zu vielen Verkäufen führte, waren nicht zimperlich. Mit wenigen Ausnahmen wurden die alten Bauernhöfe, Pensionen und Privathäuser abgerissen, um Platz für ein hermetisch abgeschlossenes „Führer-Sperrgebiet“ und ehrgeizige Baupläne zu schaffen.
Mit welchen Methoden die Anwesen am Obersalzberg aufgekauft wurden, bezeugen einige Briefe von Martin Bormann. Am 30.10. 1936 teilte er dem Sicherheitsdienst Obersalzberg mit: „Mein Sachbearbeiter Färber hat in diesen Tagen mit den verschiedenen Anligern am Obersalzberg wegen Ankaufs ihrer Grundstücke verhandelt. Dabei haben:
der Wirt vom Hintereck – der Zimmerermeister Johann Hölzl und der Ladeninhaber Walch so unverschämte Forderungen gestellt, dass ein Ankauf nicht in Frage kommt, sondern dass Enteignung erwogen werden muss. In Anbetracht der Verhältnisse bitte ich Sie dies zu veranlassen, dass ab sofort seitens der SS und des Sicherheits-Kommandos weder bei Walch noch bei Hölzl eingekauft wird und das der Besuch des Lokals Hintereck verboten wird.“
Aufgrund solcher und anderer Unternehmungen, die in dieser Zeit Reichsleiter Bormann einleitete, gaben die meisten Eigentümer auf und stimmten den Verkauf ihres Eigentums bedingungslos zu.




Obersalzberg von 1945 bis heute

Nach Kriegsende gab es viele Pläne und Vorstellungen, was mit dem Obersalzberg geschehen solle. Die Gemeinde Salzberg, vor allem der Amtmann Rasp, der jahrzehntelang die Gemeindeverwaltung geleitet hat, bemühte sich in den Nachkriegsjahren vergeblich um eine Wiederbesiedlung des Obersalzberg durch Rückgabe der Grundstücke an die ehemaligen Eigentümer. Der Kreisbaumeister Georg Zimmermann wollte aus dem Obersalzberg wieder einen Höhenkurort wie ehedem schaffen. So schrieb er in einer Stellungnahme: „Das ausgedehnte Straßennetz und die Höhenlage spricht dafür, den Obersalzberg für den Fremdenverkehr – Tourismus wieder zu gewinnen, die hierzu erforderlichen Anlagen sind im Laufe der Jahre zeigenden Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechend zu schaffen.
Der erste Bürgermeister von Berchtesgaden – Prof. Dr. Rudolf Kriss – schrieb unter der Überschrift: „Eine unnötige Zerstörung fehl am Platz"  Zur Frage der Erhaltung oder Zerstörung der ehemaligen „Führerbauten“ am Obersalzberg um Stellungnahme ersucht, möchte ich meine unmaßgebliche Meinung dahingehend zusammenfassen:
Die Erhaltung des eigentlichen Hitlerbaues ist eine zweischneidige Sache, als abschreckendes Mahnmal an eine Zeit der Gewaltherrschaft gedacht, kann es von den so genannten Unbelehrbaren auch als Reliquie gewertet werden und der Mythenbildung dienlich sein.
Dagegen verhält es sich mit den übrigen Bauten wie Platterhof, Adlernest usw. vollkommen anders. Die tragen indessen Charakter und hier wäre, wie überall eine unnötige Zerstörung fehl am Platz. Besonders das vorgenannte Adlernest am Kehlstein könnte, zum Alpenhotel ausgebaut, für den Fremdenverkehr – Tourismus einen einzigartigen Anziehungspunkt bilden, gibt es doch nirgends im Berchtesgadener Land, ja überhaupt in den bayerischen Bergen, Alpen einen so lohnenden Ausflugsort mit einer landschaftlich so großartigen Zufahrtsstraße. Im Interesse des deutschen, internationalen Reiseverkehrs wäre die Erhaltung des Kehlsteinhauses zu wünschen.
Prof. Dr. Rudof Kriss


Der Obersalzberg war eine Gnotschaft der ehemaligen Gemeinde Salzberg, die am 1.1.1972 zusammen mit den Gemeinden Au und Maria Gern ein Bestandteil der Marktgemeinde Berchtesgaden wurde. Heute befindet sich auf dem Obersalzberg das Intercontinental Ressort Hotel auf dem ehemaligen Eckerbichl und auf dem Gelände den Hotel General Walker (Pension Moritz – Platterhof) befindet sich der Parkplatz der Abfahrtstelle zum Kehlsteinhaus.  Das ehemalige Zentrum des Obersalzbergs in Berchtesgaden besteht heute also aus einem Parkplatz, einem Hotel und dem Golfplatz.

Ein ehemaliges – Beim Bombenangriff auf den Obersalzberg 1945 zum größten Teil zerstörtes – Gebäude der Nationalsozialisten beheimatet heute die Dokumentation am Obersalzberg. Die Dokumentation wurde für die Aufarbeitung der sehr wechselhaften Geschichte des 20. Jahrhunderts und Obersalzberg errichtet und ist zu einem großen Besuchermagnet des Berchtesgadener Talkessels geworden. Dort wo bis 1937 noch Bauernhöfe standen befindet sich heute der Golfplatz auf dem Obersalzberg. Die Gebäude am Golfplatz stammen aus der Zeit von 1937 – 1945.
Auf dem Gelände wo sich von 1937 – 1945 das Heizkraftwerk für den Obersalzberg befand ist heute das Jugenddorf Asthmazentrum Buchenhöhe beheimatet. Aus touristischer Sicht ist der Obersalzberg heute wieder voll erschlossen und bietet dem Urlaubsgast viele Pensionen, Zimmer, Ferienwohnungen und Wandermöglichkeiten.
Eine absolute Attraktion ist die Obersalzbergbahn. Als eine der ersten Seilbahnen in Deutschland, transportier die Obersalzbergbahn noch heute Ihre Gäste mit den ursprünglichen Gondeln mit einmal umsteigen zu den Wanderwegen in 1.000 m Höhe.

Quellen: Der alte Obersalzberg bis 1937 - Berchtesgaden im Wandel der Zeit

Dokumentation Obersalzberg

Die Dokumentation Obersalzberg ist eine ständige Ausstellung des Instituts für Zeitgeschichte, München - Berlin. Sie zeigt die Geschichte des Obersalzbergs, der seit 1923 Hitlers Feriendomizil war und nach 1933 zu einem zweiten Regierungssitz nach Berlin ausgebaut wurde, und verbindet die Ortsgeschichte mit einer Darstellung der zentralen Erscheinungsformen der nationalsozialistischen Diktatur. Die über 900 Fotos, Dokumente, Plakate, Film- und Tonaufnahmen werden der Öffentlichkeit zum Teil erstmals zugänglich gemacht.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie unter:

www.obersalzberg.de

Wandertipp

Von Kühroint über die Achenkanzel, führt der  Rinnkendlsteig bis zur Halbinsel St. Bartholomä am Königssee. Von hier aus kann der Wanderer noch in das Wimbachtal wandern oder mit dem Schiff über den Königssee wieder hinaus fahren.

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