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Last Update:
28.07.2013

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Funtensee in Berchtesgaden

Wie ein leuchtend blaues Auge im Herzen des Steinernen Meeres wirkt dieses kleine, flache Gewässer. In einer Höhe von über 1600 m ist es ein richtiger Hochgebirgssee, eingeschlossen von mächtigen Felsbarrieren. In seiner Umgebung kann man problemlos, ohne besonders vorsichtig zu sein, viele Murmeltiere beobachten. Auch Gämsen und Hirsche halten sich an seinen Ufern auf und sind unschwer zu erspähen. Die Almwiesen rund um den See sind ein Blumenparadies und ein erholsames Fleckchen, obwohl die Almen seit langem nicht mehr bewirtschaftet werden.

Für die Bauern ist es nicht mehr rentabel, das Vieh hier herauf zu treiben, zumal keine Straße heraufführt. Dafür gibt es aber ein großes Unterkunftshaus, das Kärlingerhaus am Funtensee. Der Funtensee und seine Gipfel sind beliebte Ausflugsziele. Gewöhnlich geht man von St. Bartholomä am Königssee durch die Saugasse herauf. Der Weg ist sehr gepflegt und viel begangen. Doch die 32 Kehren der steilen Saugasse bringen fast jeden zum Schwitzen. Nachdem man die Stille des Königssees im Elektroboot genossen hat und ein Stück am Seeufer entlang gewandert ist, beginnt der Aufstieg. Kaum irgendwo zeigt es sich besser, dass wir uns in einem Nationalpark befinden. Der Mischwald mit den alten Bäumen, die Vegetation am Waldboden und das mächtige Rauschen des Schrainbachs nehmen alle unsere Sinne gefangen. Der Weg bringt uns ganz nah an den Wasserfall heran, wo er gerade in hohen Kaskaden herabdonnert und unter einem ausgewaschenen Felsentor hindurchstäubt. Weiter oben bei der ehemaligen Schrainbachalm benimmt sich das Bächlein nicht so wild und schließlich entzieht es sich unseren Blicken. Es ist ganz interessant zu wissen, dass der Schrainbach der unterirdische Abfluss des Funtensees ist. Auf der Ostseite des Sees finden wir bei einer Felswand eine Stelle, an der man ständiges Rumoren hört, im Volksmund ?Die Teufelsmühle?, das ist die Geburtsstätte des wilden Schrainbachs. Lange wandern wir im kühlen, aber sonnendurchfluteten Urwald. Erst die Saugasse bringt uns dann über die Baumgrenze hinauf. Im Bereich des so genannten Ofenlochs ist der Weg besonders romantisch und nach einigen weiteren Geländestufen kommen wir an der Gabelung vorbei, wo man von der Sagereckwand über den Grünsee heraufkommt. Damit haben wir den höchsten Punkt der Tour erreicht. Bald sehen wir das Kärlingerhaus und auch den Funtensee.    

Gehzeit
St. Bartholomä am Königssee - Funtensee 4 Stunden

Das Kärlingerhaus am Funtensee ist ein idealer Stützpunkt für Touren im Steinernen Meer.

 

Kleinere Touren
rund um den Funtensee

FELDKOGEL 1886 m

Rund um den Funtensee laden uns eine Reihe kleinerer und größerer Touren ein. Als erste möchte ich den Feldkogel erwähnen, der nur eine Stunde Aufstieg erfordert und vielleicht noch am Ankunftstag bestiegen werden könnte. Dazu gehen wir vom Unterkunftshaus zum See hinunter und an der Teufelsmühle vorbei, dort finden wir das Hinweisschild zum Feldkogel. Wir folgen diesem Steig links hinauf zuerst über steile Wiesen und zum Schluss durch einen lichten Lärchenwald. Der Feldkogel ist ein felsiger Rücken ohne markanten Gipfel. Doch die Aussicht ist gigantisch. Fast der gesamte Königssee liegt zu unseren Füßen. Rechts überblicken wir das Hagengebirge bis hin zum Hohen Göll, und zu unserer Linken steht der mächtige Watzmann mit all seinen Gipfeln und der Ostwand, die ebenso gefürchtet wie geliebt wird. Man sieht sogar die Häuser von Berchtesgaden und als Abschluss den Untersberg.

 

Gehzeit
Kärlingerhaus - Feldkogel
1 Stunde

 

VIEHKOGEL 2158 m

Einer der auffallendsten Erhebungen, die direkt neben dem Funtensee aufragen, ist der Viehkogel. Ein kleiner Zweitausender, der nicht nur wegen seiner kühnen Form und seinen steilen Flanken zur Besteigung anregt. Schon von unten lässt der Berg, wegen seiner zentralen Lage, eine großartige Rundsicht erahnen. Der Gipfel ist gewissermaßen eine Aussichtskanzel im Steinernen Meer. Vom See aus hat man das Gefühl, der Viehkogel lasse sich nicht ganz leicht besteigen, doch von der Rückseite her macht er keine Probleme. Wir starten hinter dem Kärlingerhaus und folgen zunächst dem Weg zum Ingolstädter Haus. Nach Überwindung der ersten Steilstufe achten wir auf eine Weggabelung. Wir nehmen den links ansteigenden Weg und gelangen damit auf die Rückseite des Berges. In einem kleinen felsigen Tal gehen wir dann mit geringer Steigung südwärts. Die Steigung nimmt allmählich zu. Der Steig führt über baumloses Grasgelände, das von Schrofen und Felsbrocken durchsetzt ist. So kommen wir im großen Bogen zum höchsten Punkt hinauf. Schon während des Aufstiegs fällt uns die Pyramide der Schönfeldspitze auf. Oben entfaltet sich dann das ganze Panorama vom Funtenseetauern über die bekannten Gipfel des südlichen und westlichen Steinernen Meeres, den Großen Hundstod und den majestätischen Watzmann. Tief unter uns liegt der kleine Funtensee mit dem Kärlingerhaus.  

Gehzeit
Kärlingerhaus - Viehkogel1 1/2 Stunden

SCHÖNFELDSPITZE 2653 m

Morgennebel im Herbst ist für Bergsteiger immer ein gutes Zeichen. Es kann mich auch nicht erschüttern, wenn er in der Stablerau immer dichter wird. Vor der Schranke stelle ich mein Auto ab und stapfe los. Es ist sieben Uhr. Nach wenigen Schritten habe ich schon das Gefühl, dass es heller wird. Der Schleier wird durchsichtig, die Sonne wird sichtbar. Das ist der Augenblick, in dem es zur Gewissheit wird, dass mir heute ein wunderschöner Tag beschert ist. Die Anstrengung wird sich also mit Sicherheit lohnen. Direkt vor mir die massige Breithorn Südwand. Sie ist noch in Schatten gehüllt, nur die Zinnenkrone leuchtet rötlich in den ersten Sonnenstrahlen. Eine gewisse Wegstelle nennt man Bilgerirast, der Name stammt von den Pilgerwanderungen, die schon seit langer Zeit jährlich nach St. Bartholomä am Königssee gemacht werden. Hier an der Bilgerirast, wo sich der alte Steig, der sich in der Geröllrinne aufwärts windet, von der Straße trennt, überschreite ich die Nebelgrenze. Ein Blick zurück, ich traue meinen Augen kaum. Über das rosarot erleuchtete Nebelmeer ragt das Kitzsteinhorn heraus, klar und markant gegen den samtenen Himmel aufragend, wie die Fatamorgana einer weißen Pyramide. Durch die Neuschneefälle in der letzten Woche erscheint der Gipfel nun besonders prägnant. Alles ist ruhig, kein Laut dringt herauf durch das Nebeldach. Das Licht wandert kontinuierlich am Breithorn herab. Nur herabstürzende Steine im Gewänd unterbrechen hin und wieder die Stille. Das ist die Arbeit von Schnee und Frost, von Wasser und Eis. Der Steig ist ausgezeichnet angelegt und ausreichend gesichert. Die Mühe die angewandt wurde um die vielen Stufen in den Fels zu schlagen, hätte man sich an einigen Stellen sparen können. Während des gesamten Aufstiegs sticht einem die markante Gestalt des Sommersteins ins Auge. So etwas von senkrecht, steil und überhängend wie seine Süd- und Westwand sieht man nicht alle Tage. Erst als ich den Steig fast völlig erklommen habe, trete ich aus seinem Schatten heraus. Es ist halb zehn. Das Riemannhaus liegt in der hellen Sonne. Es ist natürlich bereits geschlossen. Am 1. Oktober machen die meisten Hütten in dieser Höhe ihre Tore dicht. Bevor ich weitergehe, genieße ich den Ausblick auf das zauberhafte Panorama. Die schneebedeckte Kette der Hohen Tauern über dem Nebelmeer, das sich bisher überhaupt nicht verändert hat, zeichnet sich deutlich gegen den blauen Himmel ab. Zur Linken der Sommerstein mit seiner senkrechten Nordwestkante und rechts das Breithorn, das sagenhaft beleuchtet zum dunkelblauen, wolkenlosen Föhnhimmel aufragt. Die Neuschneereste steigern das Bild zur Vollkommenheit. An den Geröllhängen zwischen Breithorn und Mitterhorn stehen Gämsen in der Sonne. Ich zähle achtzehn Tiere. Ein lieblicher Anblick. Die Schönfeldspitze zeigt mir noch ihre schattige Seite. Kaum habe ich die Terrasse des Riemannhauses verlassen, mache ich mit Neuschnee Bekanntschaft. Nachdem ich einige Male eingebrochen bin, kommt mir in den Sinn, dass ich meine Gamaschen im Rucksack habe. Immer wieder stecke ich bis über die Knie im Schnee. Die Oberfläche ist zwar harschig und teilweise tragfähig, aber von Zeit zu Zeit bricht man ziemlich tief ein. Auch an den steilen Schrofen der Wurmkopfflanke wechselt Schnee und Eis in kurzer Folge. Manche Felspartien sind mit einer glasklaren Eisschicht überzogen. Die Nachtfröste lassen das Schneewasser, das tagsüber herabläuft erstarren. Nur noch wenige Meter bis zum Grat. Gleich trete ich in die gleißende Sonne hinaus. Der letzte Schritt - mir verschlägt es fast den Atem. Ein unbeschreiblich schöner Fernblick. Wie Watte liegt das Nebelmeer im Tal, und mir gegenüber sind die Gipfel der Hohen Tauern wie eine Perlenkette aufgereiht. Ich bemühe mich, die einzelnen Spitzen zu identifizieren. Wiesbachhorn, Großglockner, Kitzsteinhorn, dann die Venedigergruppe und die Zillertaler. Am Grat oben ist es windig, aber bereits im ersten Quergang der Schönfeldspitzsüdwand ist es so geschützt, dass ich mich entschließe, angesichts dieser überwältigenden Aussicht Brotzeit zu machen. Direkt bacherlwarm ist es in der Sonne. Der helle Kalk der Wand wirft die Sonnenwärme zurück. Während ich auspacke, kreisen schon die Dohlen über mir. Ihnen entgeht nichts. Sie sind schön und intelligent und vor allem ausgezeichnete Flieger. Sie segeln auf und ab, ohne die Schwingen zu bewegen. Sie sind Meister der Thermik. Jeder Windhauch wird von ihnen genützt. Die schwarzen, gepolsterten Sohlen an ihren roten Krallen ermöglichen es diesen Bergbewohnern, an glatten abschüssigen Felsen Halt zu finden. Man hört den Wind in ihrem Gefieder, wenn sie elegant oder schnell wie der Blitz vorbeisegeln. Ihr Ruf macht die übrigen Vögel darauf aufmerksam, dass hier eventuell etwas zu holen ist. Sie machen stets einen munteren Eindruck, und das macht sie so sympathisch. Sie lassen sich die Härte des Lebens nicht anmerken. Sie sind allerdings auch ausgerüstet für ein karges Dasein, das dreiviertel des Jahres mit Eis und Schnee zu tun hat. Beim Queren der Südwand gilt es, Schneekegel zu überwinden, die durch die Sonneneinstrahlung von der Wand rutschten und auf den Bändern zu liegen kamen. Am direkten Gipfelaufbau kann ich dem Schnee größtenteils ausweichen. Die Felsrippen bieten doch besseren Halt. Man quert die Südwand, um von Osten auf den Gipfel zu klettern. Das letzte Stück ist durch Eisenstifte und Klammern entschärft. Oben angekommen hat man zuerst Grund, einige Minuten zu staunen. Der gigantische Rundblick lässt keine Wünsche offen. Das ist natürlich weitgehend eine Frage des Wetters, das es heute wahrlich gut mit mir meint. Der Watzmann mit seiner Familie und das Königsseebecken sind im Norden der Blickfang Nummer eins. Sehr eindrucksvoll ist auch die Gestalt des Hochkalters und die links davon anschließende Hocheisgruppe. Vor diesen postiert sich die kolossale Gestalt des Großen Hundstods. Wenn ich die Gipfel und Grate und die dazwischen liegenden Scharten mit den Augen einzeln abtaste, kommen mir viele schöne Erinnerungen in den Sinn. Gott sei Dank eher die erfreulichen, als die unangenehmen Erlebnisse. Aber wer wird schon immer von Wetterstürzen, Kälte oder Pannen mit der Ausrüstung verschont? Jedenfalls machen uns die Berge glücklich. Sie sind nicht schuld, wenn wir in lebensgefährlichen Situationen nur mit knapper Not heil davonkommen. Schuld trägt fast immer unsere eigene Unvernunft. Sie sind eben kein Abenteuerspielplatz.  

Gehzeit
Riemannhaus - Schönfeldspitze2 1/2 Stunden
Hinweis:Im oberen Teil ist Schwindelfreiheit
und Trittsicherheit unbedingt erforderlich.

Noch ein Tipp:

Fahren Sie doch mit dem Boot über den Königssee oder durch Berchtesgaden mit dem Fahrrad.

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